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Donnerstag, 25. September 2014

2014-09-25 Drei Monate nach der Flugzeug-Kollision über Elpe stecken die Trümmerteile noch im Boden

„Wir wollen unsere Wiese wieder“

Drei Monate nach der Flugzeug-Kollision über Elpe stecken die Trümmerteile noch im Boden. Untersuchungsbericht mit interessanten Detail.

Von Joachim Karpa

Olsberg. Sie fliegen wieder. Schon lange. Die Maschinen der Luftwaffe donnern über Elpe hinweg - so, als ob nichts gewesen wäre.

Gerade drei Monate ist es her. Am 23. Juni, ein Montag, entgeht der 650-Seelen-Ort einer Katastrophe. Nach einer Kollision mit einem Eurofighter stürzt um 14.38 Uhr ein Learjet bei einer Übung ab. keine 100 Meter von Häusern entfernt. Die zwei Piloten, 43 und 50 Jahre alt, sterben. Tagelang suchen Helfer ihre sterblichen Überreste.

Was hat der Unfall mit den Menschen in Elpe gemacht? „Ich schaue immer nach, ob die Kerzen an dem provisorischen Holzkreuz, das wir für die beiden Männer aufgestellt haben, brennen“, sagt Werner Susewind. „Mein vierjährige Enkelin Jolina, zuckt immer zusammen, wenn die Düsenjäger über uns hinwegfliegen.“ Dem 66-Jährigen macht es nichts aus. „Früher sind die Maschinen viel tiefer geflogen. Der Lärm war schlimm.“

Ortsvorsteher Dominik Beule (CDU) erinnert sich gut an die Aufregung, die nach dem Knall, und der Stichflamme und dem Rauchpilz in Elpe herrscht. „Die Trümmer waren wie bei einem Konfettiregen über das Gelände verteilt.“

Kreuz zum Gedenken geplant

Menschen, die das alles unmittelbar gesehen haben, sind nach seiner Einschätzung leicht traumatisiert. „Den einen beschäftigt es mehr, den anderen weniger. Das Tagesgeschäft geht weiter.“ Kein Verständnis hat der 27-Jährige Lehrer dafür, dass bei der Luftwaffe Elpe nach wie vor als unbewohntes Gebiet gilt. „Die Unglücksmaschine ist 80 Meter vor einer Haustür abgestürzt. Zählen wir nicht?“ Nicht nur er ist froh, dass Elpe glimpflich davon gekommen ist. „Wir müssen danken, dass dem Ort nichts passiert ist.“ Aus Respekt vor den beiden Opfern will die Gemeinde ein bleibendes Kreuz errichten. Ob auf politischer Ebene ein Vorstoß gewagt werden soll, den Elper Luftraum als Übungsgebiet auszuklammern, hält er für denkbar, aber nicht für durchsetzbar. Beule weiß: „Geübt werden muss ja irgendwo.“

Am Boden sind die sichtbaren Schäden beseitigt. „Die mit Kerosin verseuchte Absturzstelle ist abgetragen und ausgekoffert worden“, sagt Petra Brandenburg, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde im Hochsauerlandkreis. „Es waren 40 bis 50 Kubikmeter.“

Die anliegenden Wiesen gehören nicht zu ihrer Baustelle. Hier liegen verstreut auf den Wiesen nach wie vor tausende winzige spitze Trümmerteile aus Titan und Aluminium. Maria-Luise Klauke ist wütend: „Es passiert nichts. Dabei brauchen wir die Wiese für unsere sieben Pferde. Wir können die Tiere nicht jeden Tag zwölf Kilometer durch die Gegend fahren.“ Die Zäune habe man entfernt, damit der Bagger den Boden abtragen könne. „Nichts passiert.“ Die Familie wolle kein Geld: „Wir wollen unsere Wiese wieder.“

Übungsflüge gehen weiter

Das interessiert die Luftwaffe nicht. Zum Thema unbewohnte Gegend sagt ein Sprecher: „Wie will man messen? In dem man ein Lot herunterlässt?“ Dass weiter über Elpe geflogen wird, ist für ihn keine Frage: „Es ist eine hoheitliche Aufgabe.“ Ob und wie Flugzeuge der Gesellschaft für Flugzieldarstellung (GFD), zu ihr gehörte der Learjet, künftig beteiligt sind, bleibt unklar. Geschäftsführer Klaus Menzel: „Dass wir auf dem Unfall Konsequenzen ziehen müssen, ist klar. Verbindliches kann ich noch nicht sagen.“

„Kannst du mal nehmen, ich kann den nicht mehr sehen“

Vom Anfang in Schleswig-Holstein bis zum Ende im Sauerland: Minutenprotokoll der Abfangübung der Luftwaffe

Braunschweig/Olsberg. Die Aufklärung der Kollision ist einen entscheidenden Schritt weiter. Seit gestern liegt der Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) vor. Danach hat der Copilot des an der Abfangübung beteiligten Learjets während dieses Manövers das Steuer an den Piloten übergeben. Und zwar genau zu dem Zeitpunkt, als der Copilot den vorausfliegenden Eurofighter aus dem Blickfeld verloren hatte. Ein Minutenprotokoll.

13:04Uhr: Der Learjet startet in Hohn (Schleswig-Holstein). An Bord sind zwei erfahrene Piloten (50 und 43 Jahre alt) mit insgesamt mehr als 10 000 Flugstunden.
14:20In Nörvenich startet eine Formation zweier Eurofighter der Bundeswehr Richtung Sauerland.
14:26Der 33-jährige Pilot, der die Bundeswehr-Formation anführt und 37 solcher Abfangübungen geflogen hat, meldet „Tally“. Er hat den zu identifizierenden Learjet in Sicht.
14:27Der Eurofighter-Pilot meldet der Bodenstation, dass er in 3300 Fuß Höhe die Annäherung ohne Radarführung durch den Lotsen einleiten wird. Der zweite Eurofighter folgt in zwei Meilen Entfernung.
14:30Der Pilot des Learjets teilt seinem Copiloten mit: „Da kommt er links.“ Die Maschine beschleunigt auf 250 Knoten.
14:34Der Eurofighter gibt das erste Follow-me-Signal. Doch der Learjet folgt nicht. Er soll nach dem Drehbuch der Übung nicht reagieren.
14:38Der Eurofighter wackelt ein zweites Mal mit den Flügeln. „Follow me!“ Dann leitet er eine 20-Grad-Linkskurve ein.
14:38:16Der Copilot des Learjets, er sitzt auf der rechten ­Seite im Cockpit des Flugzeuges, schaltet den ­Autopiloten ab und wackelt mit den Flügeln. „Ich habe verstanden!“
14:38:18Der Learjet-Copilot übergibt die Flugzeugführung: „Kannst du mal nehmen, ich kann den nicht mehr sehen.“
14:38:19Der Learjet erhöht die Triebwerksleistung von 73 auf 88 Prozent und leitet eine 13-Grad-Linkskurve ein.
14:38:26Die Querneigung des Learjets in der Linkskurve beträgt mittlerweile 52 Grad. Jetzt fordert der Pilot seinen Copiloten auf: „Nimm’ mal den Computer.“ (Offenbar einen Navigation-Laptop.)
14:38:28Der Stimmenrekorder zeichnet dumpfe Geräusche auf, bevor die Aufzeichnung nach einer Sekunde stoppt.
14:38:48Der Eurofighter-Pilot funkt: Mayday, mayday, mayday. Der Learjet prallt in Rücklage in Elpe auf eine Wiese.
14:58Uhr. Der schwer beschädigte Eurofighter landet in Nörvenich. Der Pilot muss ein Triebwerk abschalten, das bei dem Zusammenstoß bei ca. 80 Prozent Schub blockiert wurde. Ein Zusatztank ist abgerissen, der Bremsfallschirm hat ausgelöst und hängt im Sauerland in einem Baum. Die Luft-Luft-Übungsrakete des Eurofighters hat keinen Schaden genommen, sie war unter dem unbeschädigten Flügel befestigt. tob

Ärger über vorschnelle Veröffentlichung

Wolfgang Hellmich, SPD-Bundestagsabgeordneter aus dem Kreis Soest und Mitglied im Verteidigungsausschuss, ist verärgert über die Veröffentlichung des Zwischenberichts der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchen (BfU) in den Medien, bevor er den Abgeordneten zur Verfügung gestellt worden sei. 

(Quelle WP vom 25.09.2014)


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2014-09-24 Alte Lennebrücke wird abgerissen

 

Alte Lennebrücke wird abgerissen

Historisches Bauwerk. Lange Vorgeschichte hat in Finnentrop Tradition

Von Peter Plugge

Finnentrop. Mit dem Beginn der Abrissarbeiten an der alten Lennebrücke ist das Ende des Bahnübergangs in Finnentrop, zumindest was den Fahrzeugverkehr angeht, endgültig besiegelt. Fußgänger können den Bahnübergang noch über eine neu eingerichtete Fußgängerampel im Verlauf der L 539 neu vom neuen Park- + Ride-Parkplatz aus erreichen.

Diese fußläufige Verbindung wird wohl noch bis Sommer kommenden Jahres Bestand haben, da der Auftrag für die noch zu bauende Fußgängerbrücke über die Bahngleise derzeit vom Landesbetrieb Straßen NRW öffentlich ausgeschrieben wird. Mit der Submission ist in sechs bis acht Wochen zu rechnen. So kann die beauftragte Firma mit den vorbereitenden Maßnahmen im November beginnen, so dass mit einem Baubeginn vor Ort noch in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen ist.
Nachdem auch der Anschluss der L 539 aus Richtung Attendorn an die neue Lennebrücke fertiggestellt wurde, hat man ebenfalls gestern die dortige Baustellenampel entfernt, so dass die Verkehrsteilnehmer dort endgültig freie Fahrt haben.

Es bleibt nichts mehr übrig

Die Bagger der mit dem Abriss der alten Lennebrücke beauftragten Firma F. Beissner GmbH aus Göttingen machen mit der alten Brücke kurzen Prozess. Nachdem die Asphaltdecke bereits im Vorfeld abgefräst worden war, wird, auf der Finnentroper Seite beginnend, die auf sechs Stahlträger aufbetonierte Fahrbahn mit einem Bagger Stück für Stück angehoben und auf der noch vorhandenen Brücke zerkleinert, so dass das Material abtransportiert werden kann. Anschließend werden die Stahlträger zerschnitten abgehoben, ehe mit dem Abbruch der sechs Brückenpfeiler im Flussbett begonnen wird.

Die Gemeinde Finnentrop ist von einer früheren Idee, den ersten Brückenpfeiler vom Bahnübergang aus gesehen stehen zu lassen, um ihn bei der Führung des Lenneradwegs um das Stellwerk Süd herum zu nutzen, abgewichen, so dass alle Pfeiler entfernt werden.

Damit endet dann die Geschichte einer Brücke, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts begann und an deren Anfang - man höre und staune - auch ein Attendorner stand. Laut der Finnentroper Chronik war es der Attendorner Stadtschultheiß Salomon, der sich im Jahr 1820 für den Bau einer Brücke am Zusammenfluss von Bigge und Lenne einsetzte. Unter anderem auch deshalb, weil immer wieder Fuhrleute bei dem Versuch, die Lenne zu durchqueren den Tod fanden.

Chausseegeld an der Barriere

Allen Bemühungen zum Trotz dauert es noch bis zum Frühjahr des Jahres 1837, bis mit dem Bau der Brücke begonnen wurde. Diverse Probleme verzögerten und verteuerten den Brückenbau erheblich, der am 28. September 1838 als vollendet bezeichnet wurde. Die Baukosten hatten sich gegenüber den ursprünglich veranschlagten 7 000 Talern auf 13 380 Taler nahezu verdoppelt.

Es dauerte bis 1847, bis die Straße von der Brücke bis Heggen ausgebaut war. Ab dem 1. August 1847 wurde für die Benutzung der neuen Straße ein Chausseegeld von den Nutzern erhoben. Hierzu wurde unmittelbar an der Lennebrücke, wo heute die Bahnschranke ist, ein Schlagbaum, die sogenannte Barriere errichtet. Diese wurde 1896 wieder abgebaut.

Am 11. April 1945 sprengten deutsche Soldaten auch die Lennebrücke, um den Vormarsch der Amerikaner aufzuhalten.

Entwurf für eine Hängebrücke

Eine Randnotiz wert ist der Umstand, dass im Jahr 1828 ein Kondukteur Röbeling einen Entwurf für eine eiserne Hängebrücke über die Lenne vorgelegt hat, der abgelehnt wurde. Es handelt sich um Johann August Röbeling, der 1831 nach Amerika auswanderte und sich als Konstrukteur von Hängebrücken einen Namen machte. Sein bekanntestes Werk ist die Brooklyn Bridge in New York. Sie ist die erste Hängebrücke, für die Tragkabel aus Stahl verwendet wurden. In der Hauptöffnung hat sie eine Stützweite von 486 Metern.


Aus der Geschichte der Finnentroper Lennebrücke

Der Attendorner Stadtschultheiß Salomon setzte sich bereits im Jahr 1820 für den Bau einer Brücke am Zusammenfluss von Bigge und Lenne ein. 

Wegen Probleme bei der Finanzierung und der Frage des Standortes dauerte es noch bis zum Frühjahr des Jahres 1837, bis mit dem Bau der Brücke begonnen wurde. 

Die Lennebrücke wurde am 28. September 1838 fertiggestellt. Die Baukosten hatten sich mit 13 380 Talern nahezu verdoppelt. 

Am 11. April 1945 sprengten deutsche Soldaten die Brücke, die einen neuen Überbau erhielt.

(Quelle: WP vom 24.09.2014)
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Freitag, 29. August 2014

2014-08-28 CL-Auslosung: Die Champions League Spieltage der Borussia im Überblick:

Die Champions League Spieltage der Borussia im Überblick:

Hinrunde:
Dienstag 16.09. Borussia Dortmund - Arsenal F.C.
Mittwoch 01.10. R.S.C. Anderlecht - Borussia Dortmund
Mittwoch 22.10. Galatasaray Istanbul - Borussia Dortmund

Rückrunde:
Dienstag 03+1.11. Borussia Dortmund - Galatasaray Istanbul
Mittwoch 26.11. F.C. Arsenal - Borussia Dortmund
Dienstag 09.12. Borussia Dortmund - R.S.C. Anderlecht

Anstoß ist jeweils um 20.45 Uhr (Deutscher Zeit)
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Dienstag, 19. August 2014

2014-08-19 Das waren die Faltblätter zu "Lenne lebt!"









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2014-08-19 Viele Aktionen beweisen: Die Lenne lebt!

Viele Aktionen beweisen: Die Lenne lebt!

Finnentroper Lennepark am Sonntag Austragungsort. Neue Perspektiven für Gäste

Von Barbara Sander-Graetz

Finnentrop. Die Lenne lebt! Das bewiesen am Sonntag zahlreiche Besucher, die in den zukünftigen Lennepark in Finnentrop zwischen Flusslauf und Bahngleisen gekommen waren, um gemeinsam das gleichnamige Fest im Rahmen der Regionale 2013 zu feiern. Geboten wurde ihnen eine Menge und es gab die Möglichkeit, die Lenne und das ehemalige Bahngelände aus vielen verschiedenen Perspektiven zu sehen und zu erleben.

Aus Helikopter und vom Motorboot

So gab es zahlreiche Helikopter-Rundflüge, die aus der Vogelperspektive einen nicht alltäglichen Ausblick ermöglichten. Der THW Ortsverband Attendorn war mit einem Mehrzweckboot vor Ort und fuhr kostenlos mit den Besuchern über die Lenne in Richtung Stauwehr. So konnte man die Lenne hautnah als Fluss erleben.

Das Vergnügen hatten auch die knapp 40 Gummienten, die beim Entenrennen von den Kindern auf der neuen Brücke zu Wasser gelassen wurden. Doch bis sie am Ziel beim Lennepark vom THW wieder aus dem Wasser gefischt werden konnten, war Geduld angesagt, denn die Strömung erwies sich als mäßig und viele Enten blieben im Ufer hängen. Doch die gelben Gummitiere von Leonie Erwes, Noel Remmel, Simone Freitag, Lina Müller und Eric Meyer schwammen als erste über die Ziellinie und brachten den fünf Kindern die Hauptgewinne ein.

Erleben konnte man die Lenne auch per Rad. Viele Besucher kamen mit ihren Drahteseln und nutzten Finnentrop als einen Zwischenstopp, denn entlang der Lenneschiene feierten insgesamt acht Orte das Fest „Lenne lebt“.

Erinnerung an Bahnübergang

Die Schüler der Gesamtschule erkundeten das Gelände besonders schnell, denn sie hatten einen Staffellauf mit Startern aus allen Klassen organisiert. Auf der Bühne erlebten die Freundschaftsblaskapelle aus Diksmuide und die Musikvereine aus Heggen und Schönholthausen den Tag. Sie sorgten am Sonntag für den guten Ton. Und daran, wie es „damals“ war, als man noch vor den Schranken stand, erinnerte unterhaltsam die Attendornerin Hettwich vom Himmelberg.

(Quelle WR vom 19.08.2014)
Eingestellt von Unknown um 16:59 Keine Kommentare:
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2014-08-18 Geburtstagsfeier an der Lenne: Gemeinde Finnentrop ist 45 Jahre alt. Freude über Beseitigung des Bahnübergangs

Geburtstagsfeier an der Lenne

Gemeinde Finnentrop ist 45 Jahre alt. Freude über Beseitigung des Bahnübergangs

Von Barbara Sander-Graetz

Finnentrop. „Es gibt keinen besseren Ort als den zukünftigen Lennepark, um den 45. Geburtstag der Gemeinde Finnentrop zu feiern“, begrüßte Bürgermeister Dietmar Heß die Gäste am Samstagnachmittag. „Feiern an der Lenne“ unter diesem Motto wurde von Freitag bis Sonntag zum einen der Geburtstag der Gemeinde und zum anderen die gemeinsame Veranstaltung „Lenne lebt!“ mit acht Städte an der Lenne gefeiert.

Eröffnet wurden die Festivitäten am Freitagabend mit einem Rockkonzert. Zunächst haute die Band „Juice Box“ in die Saiten und sorgte für ordentlich Dezibel. Anschließend heizte die Band „Waywardzz“ den Zuhörern ein. Rund 150 Musikfans hatten sich eingefunden, um trotz Regens einen guten Rockkonzertabend zu verbringen. Waywardzz Frontfrau Sara Töllner und ihre vier Jungs an den Instrumenten zeigten eine große musikalische Bandbreite von Alanis Morrisette über Pink, Green Day, AC/DC, Oasis und den Toten Hosen, bis hin zu Hits von Volbeat, Adele, Katy Perry oder Die Happy. Wer nicht da war, hatte hier eindeutig was verpasst.

Musikalisch ging es auch zunächst am Samstag weiter, allerdings mit einer anderen musikalischen Stilrichtung. Mit einem Sternmarsch kamen die sechs Spielmannszüge der Gemeinde auf dem Festgelände an, um hier später auch ein Massenspiel zu gestalten. Doch zunächst begrüßte Bürgermeister Heß die Gäste. Gleichzeitig drückte er seine Freude über die Beseitigung des Bahnübergangs aus. „Auch wenn noch nicht alles fertig ist wie die Anbindung der Fußgängerbrücke, so können wir doch heute hier beschwingt feiern.“

Gruß für Ehrenbürger

Besonders begrüßte Heß Finnentrop Ehrenbürger Ernst Vollmer „Er stellt persönlich ein großes Stück unserer Gemeinde dar, denn er hat dafür gesorgt, dass aus Finnentrop ein Industriestandort wurde.“ Unter den Gästen waren natürlich auch Delegationen aus den Partnerstädten Helbra und Diksmuide. Letztere war mit der eigenen Blaskapelle angereist. „Wir feiern in diesem Jahr auch die 35--jährige Partnerschaft mit Diksmuide, und wenn wir in fünf Jahren ein halbes Jahrhundert alt werden, könnten wir doch auch mal einen Gemeindeschützenkönig ermitteln“, ergänzte Heß.

Danach erfolgte mit Hilfe von Mathias Jeschke, Vertreter der Krombacher Brauerei, der obligatorische Fassanstich. Hier saß schon der erste Schlag des ersten Mannes der Gemeinde, und das Bier konnte an die Besucher verteilt werden. „Das ist heute auch ein Fest des Ehrenamtes“, betonte Moderator Josef Wurm, „denn viele Vereine und Organisationen haben zum Gelingen des Festes beigetragen und sind hier heute vertreten.“ Dazu zählten auch die Caritas und der Verein „Lazos de amistad - Bänder der Freundschaft“, die laut Heß „heute für das größte Kuchenbüfett in Südwestfalen sorgen.“

Auch die Feuerwehr gab Einblicke in ihre Arbeit – und einmal in der Drehleiter über den Platz zu schauen war besonders bei den Kindern gefragt. Für sie gab es auch zahlreiche weitere Attraktionen von der Hüpfburg bis zum Ponyreiten.

Lebensweisheiten

Neben Musik gab auch Cilly Alperscheid wieder ihre Lebenseinsichten zum Besten und Guido Bunsen erfreute mit außergewöhnlichen Dudelsackklängen. Nicht fehlen durfte die Rhönradabteilung, die 1960 als Eisenbahner Sportverein gegründet wurde und zur Deutschen Eisenbahn gehörte. Für sie war ein Extraparcours gestaltet worden. Der Geburtstag endete mit der Musik von Sound Transfer, bevor ein prächtiges Feuerwerk den Himmel erhellte.

(Quelle WR vom 18.08.2014)


Eingestellt von Unknown um 16:57 Keine Kommentare:
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2014-08-16 BVB-Ausflug nach Stuttgart zu den Kickers erfolgreich


DFB-Pokal

4:1 – Aubameyang, Mkhitaryan und Ramos schießen Borussia in die zweite Runde

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Borussia Dortmund hat die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Drei Tage nach dem Gewinn des deutschen Supercups gewann der Vorjahresfinalist durch Tore von Aubameyang, der zwei Mal traf, sowie Mkhitaryan und Ramos mit 4:1 (1:0) bei den Stuttgarter Kickers.

Aus Stuttgart berichtet Boris Rupert

Unter den 37.000 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena, die den Kickers einen historischen Rekordbesuch bescherten, waren fast 20.000 Schwarzgelbe. Und die sahen einen am Ende deutlichen Sieg ihrer Mannschaft, die mit dem Drittligisten zwischenzeitlich große Probleme hatte.

Ausgangslage: 

Genau 91 Tage nach dem mit 0:2 n.V. verlorenen Pokalfinale gegen Bayern München begann für Borussia Dortmund die Spielzeit 2014/15 im gleichen Wettbewerb. Der Tabellenvierte der 3. Liga, Stuttgarter Kickers, trat mit dem Vorteil an, bereits vier Ligaspiele absolviert und damit Rhythmus aufgenommen zu haben. Der BVB hatte drei Tage zuvor den deutschen Supercup mit 2:0 gegen Bayern München gewonnen und steht mittlerweile nicht mehr im Verdacht, unterklassige Gegner im Pokal nicht „ernst“ zu nehmen: In den vergangenen vier Jahren gab es zum Auftakt jeweils 3:0-Auswärtssiege.

Personalien: 

Beim BVB fehlten neben dem verletzten Schmelzer (Faserriss im Adduktorenbereich) die Weltmeister Hummels und Weidenfeller (beide erst seit einer Woche im Training) sowie Sahin (Kniereizung), Gündogan und Blaszczykowski (beide Trainingsrückstand).
Nach elf Wochen Zwangspause und verpasster WM kehrte Marco Reus auf den Rasen zurück und führte die Mannschaft als Kapitän aufs Feld. Drei Tage nach dem mit 2:0 gewonnenen Supercup gegen Bayern München brachte Klopp neben Reus noch vier weitere frische Kräfte: Subotic (Pflichtspiel-Comeback!), Durm (für den verletzten Schmelzer), Jojic und Ramos ersetzten Ginter, Kehl, Hofmann und Immobile in der Startelf.

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Zwei Tore, eine Vorlage: Pierre-Emerick Aubameyang
Taktik: 

Neues Personal, alte Taktik: Bei den Kickers kehrte der BVB zur aus den letzten Jahren gewohnten 4-2-3-1-Grundordnung zurück, wobei der Trainer auf einen klassischen „Sechser“ verzichtete und auf der Doppel-Sechs in Kirch und Jojic zwei Akteure brachte, die im Fußball-Sprachgebrauch als „Achter“, also als etwas offensivere, spielstärkere Typen, bezeichnet werden. Reus rückte ins Zentrum der offensiven Dreierreihe mit Aubameyang und Mkhitaryan auf den Flügeln. Gegen den Ball agierte der BVB in einem 4-3-3 mit Reus ganz vorn, um die Stuttgarter frühzeitig unter Druck zu setzen.
Die Kickers waren in einem 4-3-3 aufgereiht, doch was offensiv klingt, wurde in der ersten halben Stunde äußerst defensiv interpretiert. Wenn sich der BVB in der gegnerischen Hälfte befand, agierten die zehn Stuttgarter Feldspieler in einem Korridor von maximal 15 Metern Höhe.
 
Spielverlauf & Analyse:

Borussia Dortmund trat von Beginn an so auf, dass die Schwaben keine Hoffnung auf eine neuerliche Pokalsensation hegen sollten. Vor 15 Jahren, im Oktober 1999, war der BVB mit 1:3 an den Kickers gescheitert, damals allerdings im Stadion am Degerloch. In der Mercedes-Benz-Arena gab es keinen tatsächlichen Heimvorteil, denn das Bild auf den Tribünen war mehr als zur Hälfte schwarzgelb!
Der Bundesligist bestimmte zunächst eindeutig das Geschehen, das sich fast ausschließlich in der Hälfte der Kickers abspielte. Doch Chancen gab es in der ersten halben Stunde nur eine: Aubameyang zündete auf der linken Seite nach Doppelpass mit Mkhitaryan den Turbo, brachte den Ball in die Mitte, wo Ramos verpasste, aber Jojic am Elfmeterpunkt unbedrängt zum Abschluss kam, das Leder gegen die Laufrichtung des Torwarts, aber auch knapp neben den linken Pfosten platzierte (13.).
Weil es der BVB nicht schaffte, das Tempo zu forcieren, blieb es lediglich bei einer optischen Überlegenheit – bis Kirch mit einem öffnenden Pass von der linken Seite in den Lauf von Piszczek eine Lücke riss. Piszczek stürmte über den rechten Flügel, passte von der Grundlinie zurück auf Mkhitaryan, der aus etwa neun Metern überlegt mit dem linken Fuß zum 0:1 traf (30.). Bis auf das 0:4 in Liverpool trat der Armenier damit in jedem Pflicht- und Testspiel 2014/15 als Torschütze in Erscheinung.
Doch mit der Führung schlich sich ein wenig der Schlendrian ein. Die Deckung wackelte bei Ecken der Schwaben bedenklich, und nach einem Doppelfehler der Innenverteidiger hatte Soriano das 1:1 auf dem Fuß, verzog aus acht Metern halblinker Position jedoch knapp (37.). Fünf Minuten später rettete Langerak gegen Braun den knappen Vorsprung in die Halbzeitpause. 68 Prozent Ballbesitz für den BVB, aber 4:3 Torschüsse für die Kickers zählten die Statistiker.

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Adrian Ramos setzte den Schlusspunkt.
Drei Minuten nach Wiederbeginn hatte Aubameyang bereits Torwart Redl umkurvt, schob den Ball Richtung leeres Tor, doch Fennel rutschte dazwischen und bugsierte die Kugel an den Pfosten. Auf der anderen Seite aber bot sich dann dem Drittligisten praktisch postwendend zwei Mal die Chance zum Ausgleich: Zunächst parierte Langerak sehenswert gegen Soriano (49.), Sekunden später – noch in der gleichen Spielminute – fiel Edwini-Bonsu die Kugel nach einem Querschläger vor die Füße. Doch er bekam keinen Druck hinter den Ball, so dass Langerak keine Probleme hatte. Glück für Schwarzgelb auch in der 54. Minute, als Stein am Elfmeterpunkt zum Abschluss kam, dessen Schuss aber zur Ecke abgewehrt werden konnte.
Die Kickers hatten vorne ihre Chancen, patzten aber hinten. Fennell misslang der Rückpass auf Torwart Redl, Aubameyang roch den Braten, sprintete dazwischen und schob zum 0:2 ein (55.). Doch nur fünf Minuten später nutzte Edwini-Bonsu nach einem Freistoß von Soriano eine weitere Unsicherheit in der Borussen-Deckung und verkürzte auf 1:2. Der Torschütze stand allerdings knapp im Abseits, was Schiedsrichter Sippel aber entging.
Auf der anderen Seite scheiterte Mkhitaryan an Redl (62.), dann fehlten bei Ramos’ Kopfballversuch ein paar Zentimeter (67.), ehe Aubameyang dem Spuk ein Ende bereitete: Kirch setzte Piszczek ein, und dessen Flanke verwertete Aubameyang zum 1:3 (78.). Ramos erhöhte nach Sokratis’ langem Ball und Aubameyangs Verlängerung gar auf 1:4 (89.).

Ausblick: 

Die zweite Hauptrunde im DFB-Pokal (Spieltermin: 28./29. Oktober) wird kommende Woche Samstag, direkt im Anschluss an das Bundesligaspiel Borussia Dortmund – Bayer Leverkusen (Anstoß 18.30 Uhr) bei „Sky“ ausgelost.
TEAMS & TORE
DFB-Pokal, 1. Hauptrunde
STUTTGARTER KICKERS – BORUSSIA DORTMUND 1:4 (0:1)

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Stuttgarter Kickers: Redl – Leutenecker, Stein, Fennell, Baumgärtel – Halimi, Marchese, Braun – Müller, Soriano, Edwini-Bonsu – Soriano
Borussia Dortmund: Langerak - Piszczek, Subotic, Sokratis, Durm – Jojic, Kirch - Aubameyang, Reus, Mkhitaryan – Ramos
Einwechselungen: 62. Calamata für Soriano, 81. Badiane für Müller – 57. Kehl für Reus, 83. Großkreutz für Mkhitaryan, 90.+1 Bender für Kirch
Tore: 0:1 Mkhitaryan (30., Piszczek), 0:2 Aubameyang (55.), 1:2 Edwini-Bonsu (60., Soriano), 1:3 Aubameyang (78., Piszczek), 1:4 Ramos (89., Aubameyang)
Eckstöße: 4:6 (Halbzeit 3:2), Chancenverhältnis: 6:10 (2:4)
Schiedsrichter: Sippel (München), Gelbe Karten: – Mkhitaryan, Ramos
Zuschauer: 37.000, Wetter: heiter, 17 Grad

(Quelle www.bvb.de)

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